Körperliche Bewegung ist während der Behandlung einer Tumorerkrankung sehr wichtig und wirkt.
Auch am Tag der antitumoralen Therapie können Sie sich körperlich Bewegen. Hierfür sind einfache und leichte Bewegungsübungen in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt. Leichte körperliche Aktivität umfasst eine Vielzahl von Bewegungen und Aktivitäten, die den Körper in Bewegung halten, jedoch nicht zu anstrengend sind. Alle Bewegungsübungen sind einer Indikation, sowie einem Zeitpunkt (Vor-, während oder nach der Infusionstherapie) zugeordnet. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an ihre zuständigen Gesundheitsfachpersonen.
Intensität:
Achten Sie bei der Durchführung, dass Sie sich nicht überanstrengen. Bei einer Skala von 0-10 sollten Sie sich im Wohlfühlbereich von 2-3 befinden. Das heißt, es ist eine leichte Anstrengung vorhanden. Sie haben das Gefühl die Aktivität noch lange durchführen zu können. Falls die Anstrengung zunehmen sollte, machen Sie eine kurze Pause. Mehr Informationen über die Skala erhalten Sie am Ende der Seite.
Sicherheitsbedenken:
Führen Sie bei Schwindel- oder Schwächegefühl sowie Überlastungszeichen wie starkem Schnaufen, kaltem Schweiss, Blässe, bläuliche Lippen oder Hände keine Bewegungsübungen durch. Wenn es Ihnen bei der Durchführung der Übung nicht gut gehen sollte oder Sie Fragen haben, dann kontaktieren Sie bitte Ihre zuständige Gesundheitsfachperson.
Aktivieren Sie ihre Wadenmuskulatur und fördern Sie ihr Gleichgewicht
Stellen Sie sich seitlich zum Handlauf
Ohne den Handlauf zu ergreifen trainieren Sie auch Ihr Gleichgewicht
Verlagern Sie ihr Körpergewicht leicht nach vorne und heben Sie ihre Fersen vom Boden, sodass Sie auf die Zehenspitzen kommen
Becken-Brustkorb-Kopf bleiben stets übereinander
Senken Sie die Fersen wieder Richtung Boden, ohne ihn zu berühren
Wiederholung individuell. Empfehlung: Wiederholen Sie das 2×20 mal, mit 5 Sek. Pause zwischen den Serien
Sicherheitskonzept
Führen Sie bei Schwindel- oder Schwächegefühl sowie Überlastungszeichen wie starkem Schnaufen, kaltem Schweiss, Blässe, bläuliche Lippen oder Hände keine Aktivierung der Wadenmuskulatur durch.
Wenn es Ihnen bei der Durchführung der Übung nicht gut gehen sollte, kontaktieren Sie bitte Ihre zuständige Gesundheitsfachperson.
Hygiene
Bitte desinfizieren Sie nach Benutzung den Stuhl oder den Wandläufer.
Laufen Sie lieber die Treppen, anstatt den Aufzug nehmen.
Gehen Sie die Treppe auf unterschiedliche Arten hoch und runter:
(1) Zum Beispiel tippen Sie die nächsthöhere Stufe mit dem Fuss an und setzen ihn wieder zurück nach unten; dann wechseln Sie den Fuss.
(2) Sie tippen die übernächste höhere Stufe mit dem Fuss an und setzen ihn wieder zurück nach unten; dann wechseln Sie den Fuss.
(3) Sie gehen die Treppen (mit Geländer) hoch und runter
Sicherheitskonzept
Laufen Sie bei Schwindel- oder Schwächegefühl sowie Überlastungszeichen wie starkem Schnaufen, kaltem Schweiss, Blässe, bläuliche Lippen oder Hände keine Treppen.
Wenn es Ihnen beim Treppensteigen nicht gut gehen sollte, kontaktieren Sie bitte Ihre zuständige Gesundheitsfachperson.
Hygiene
Keine besonderen Anmerkungen.
BeflügeltDehnen der Schulterblattmuskulatur um Verspannungen zu lösen
Sidestep«Hüftadduktoren und Abduktoren Aktivierung» Für kraftvolles Gehen
Sie stehen vor einer Wand und stützen beide Hände auf Schulterhöhe an der Wand ab
Beugen Sie die Ellbogen, sodass sich Ihr Brustbein der Wand nähert
Ihr Rücken bleibt gestreckt, ihr Nacken bleibt lang
Danach drücken Sie ihre Arme wieder durch, sodass sich Ihr Brustbein von der Wand entfernt
Wiederholung individuell: Empfehlung: Führen Sie den Bewegungsablauf 2x 20 Wiederholungen durch mit 5 Sek. Pause zwischen den Serien
Varianten:
Je weiter Sie von der Wand entfernt stehen, desto anstrengender die Übung
Sicherheitskonzept
Führen Sie bei Schwindel- oder Schwächegefühl sowie Überlastungszeichen wie starkem Schnaufen, kaltem Schweiß, Blässe, bläuliche Lippen oder Hände keine Wand-Liegestützen durch.
Wenn es Ihnen bei der Durchführung der Übung nicht gut gehen sollte, kontaktieren Sie bitte Ihre zuständige Gesundheitsfachperson.
Hygiene
Bitte desinfizieren Sie nach der Übung die Fläche, auf der sie ihre Hände angelehnt haben.
RudernFür einen kräftigen Nacken und starken Rücken
RückenstreckerLatissimuszug mit Theraband – Kräftigung der Rückenmuskulatur für einen starken Rücken
Gleichgewicht
Für starke Waden und ein gutes GleichgewichtAktivieren Sie ihre Wadenmuskulatur und fördern Sie ihr Gleichgewicht
Aktivieren Sie ihre Wadenmuskulatur und fördern Sie ihr Gleichgewicht
Stellen Sie sich seitlich zum Handlauf
Ohne den Handlauf zu ergreifen trainieren Sie auch Ihr Gleichgewicht
Verlagern Sie ihr Körpergewicht leicht nach vorne und heben Sie ihre Fersen vom Boden, sodass Sie auf die Zehenspitzen kommen
Becken-Brustkorb-Kopf bleiben stets übereinander
Senken Sie die Fersen wieder Richtung Boden, ohne ihn zu berühren
Wiederholung individuell. Empfehlung: Wiederholen Sie das 2×20 mal, mit 5 Sek. Pause zwischen den Serien
Sicherheitskonzept
Führen Sie bei Schwindel- oder Schwächegefühl sowie Überlastungszeichen wie starkem Schnaufen, kaltem Schweiss, Blässe, bläuliche Lippen oder Hände keine Aktivierung der Wadenmuskulatur durch.
Wenn es Ihnen bei der Durchführung der Übung nicht gut gehen sollte, kontaktieren Sie bitte Ihre zuständige Gesundheitsfachperson.
Hygiene
Bitte desinfizieren Sie nach Benutzung den Stuhl oder den Wandläufer.
Beweglichkeit
Für Ihren HüftschwungMobilisation des Beckens für eine bewegliche Hüfte und Lendenwirbelsäule
Mobilisation des Beckens für eine bewegliche Hüfte und Lendenwirbelsäule
Auf einem Stuhl sitzend
Bewegen Sie das Brustbein in Richtung Bauchnabel, sodass auch der untere Rücken ganz rund wird.
Bewegen Sie das Brustbein in Richtung Decke, sodass sich im unteren Rücken ein Hohlkreuz bildet
Wiederholung individuell. Empfehlung: Wiederholen Sie den Bewegungsablauf während 2x60s, mit einer 5s Pause
Varianten:
Kann auch stehend an der Wand ausgeführt werden, hierbei lehnen Sie mit dem Rücken an eine Wand an, Knie leicht gebeugt und bewegen nur die untere Wirbelsäule
Statt Becken kippen, kann ein Becken kreisen durchgeführt werden.
Sicherheitskonzept
Führen Sie bei Schwindel- oder Schwächegefühl sowie Überlastungszeichen wie starkem Schnaufen, kaltem Schweiß, Blässe, bläuliche Lippen oder Hände keine Mobilisation des Beckens durch.
Wenn es Ihnen bei der Durchführung der Übung nicht gut gehen sollte, kontaktieren Sie bitte Ihre zuständige Gesundheitsfachperson.
Hygiene
Bitte desinfizieren Sie nach Benutzung den Stuhl.
HerzöffnerDen vorderen Brustkorb öffnen für ein besseres Wohlbefinden und ein unbeschwertes Durchatmen
Den vorderen Brustkorb öffnen für ein besseres Wohlbefinden und ein unbeschwertes Durchatmen
Sie sitzen in aufrechter Position auf einem Stuhl
Bewegen Sie beide Arme nach hinten, dabei drehen Sie die Handflächen nach aussen
Somit geht das Brustbein Richtung Decke und der obere Rücken streckt sich
Wiederholung individuell. Empfehlung: Position 10s halten, danach 5s entspannen Übung 1 x wiederholen
Varianten:
Sie können die Übung auch stehend durchführen
Sicherheitskonzept
Führen Sie bei Schwindel- oder Schwächegefühl sowie Überlastungszeichen wie starkem Schnaufen, kaltem Schweiss, Blässe, bläuliche Lippen oder Hände den «Herzöffner» nicht durch.
Wenn es Ihnen bei der Durchführung der Übung nicht gut gehen sollte, kontaktieren Sie bitte Ihre zuständige Gesundheitsfachperson.
Hygiene
Bitte desinfizieren Sie nach Benutzung den Stuhl.
Für entspannte Nackenmuskeln und leichte SchulternDehnung der Nackenmuskulatur bei Nackenverspannungen und Kopfschmerzen
Durch Bewegung kommen wir voran. Wieviel Schritte sind Sie heute gegangen?
Sie erhalten an der Anmeldung der onkologischen Tagesklinik einen Schrittzähler an den Arm.
Versuchen Sie während Ihres Aufenthaltes in der onkologischen Tagesklinik so viele Schritte wie möglich zu gehen.
Sie können auch mit einer Gesundheitsfachperson ein individuelles Ziel setzten. Zum Beispiel: «Ich versuche heute zwischen den Therapien 200 Schritte zu gehen.»
Jede Bewegung zählt
Sicherheitskonzept
Zählen Sie bei Schwindel- oder Schwächegefühl sowie Überlastungszeichen wie starkem Schnaufen, kaltem Schweiß, Blässe, bläuliche Lippen oder Hände keine Schritte.
Wenn es Ihnen in Bewegung nicht gut gehen sollte, kontaktieren Sie bitte Ihre zuständige Gesundheitsfachperson.
Hygiene
—
Atmung
LippenbremseUmgang mit der Atemnot erlernen für mehr Sicherheit
Umgang mit der Atemnot erlernen für mehr Sicherheit
Aufrecht auf einem Stuhl sitzend
Atmen Sie tief durch die Nase ein
Versuchen Sie möglichst lange auszuatmen (ca. 10s), indem Sie die ausströmende Luft mit ihren Lippen bremsen.
Dabei legen Sie die Lippen locker aufeinander und versuchen Ihre Wangen wie ein Hamster mit Luft zu füllen.
Wiederholung individuell. Empfehlung: Wiederholen Sie diesen Ablauf 2×15 mal, mit einer Pause von 5s zwischen den Serien
Varianten:
Setzen Sie sich umgekehrt auf einen Stuhl und legen Sie ihre Arme auf die Rücklehne
Sicherheitskonzept
Führen Sie bei Schwindel- oder Schwächegefühl sowie Überlastungszeichen wie kaltem Schweiß, Blässe, bläuliche Lippen oder Hände keine Lippenbremse durch.
Wenn es Ihnen bei der Durchführung der Übung nicht gut gehen sollte, kontaktieren Sie bitte Ihre zuständige Gesundheitsfachperson.
Hygiene
Bitte desinfizieren Sie nach Benutzung den Stuhl.
Entspanntes DurchatmenBewusste Atemvertiefung für Entspannung und Beruhigung bei Atemproblemen
Bewusste Atemvertiefung für Entspannung und Beruhigung bei Atemproblemen
Aufrecht sitzend auf einem Stuhl mit vorgeneigtem Oberkörper
Legen Sie eine Hand auf den Bauch
Atmen Sie tief durch die Nase ein und spüren Sie, wie sich der Bauch nach aussen wölbt
Atmen Sie durch den Mund aus und spüren Sie, wie der Bauch flach wird
Wiederholung individuell. Empfehlung: Wiederholen Sie diesen Ablauf 2×15 mal, mit einer Pause von 5s zwischen den Serien
Varianten:
Alternativ können Sie die Hände seitlich am unteren Rand der Rippen anlegen und die Bewegung des Brustkorbs spüren
Statt den Oberkörper nach vorne zu neigen, können Sie sich an der Rückenlehne des Stuhles anlehnen
Sicherheitskonzept
Führen Sie bei Schwindel- oder Schwächegefühl sowie Überlastungszeichen wie kaltem Schweiß, Blässe, bläuliche Lippen oder Hände keine bewusste Atemvertiefung durch.
Wenn es Ihnen bei der Durchführung der Übung nicht gut gehen sollte, kontaktieren Sie bitte Ihre zuständige Gesundheitsfachperson.
Hygiene
Bitte desinfizieren Sie nach Benutzung den Stuhl.
Befreiter AtemGegen Husten, Heiserkeit und Sekret, besser als Ricola 😉
Während der systemischen Therapie
Während der systemischen Therapie
Krafterhalt untere Extremitäten
Für starke Waden und ein gutes GleichgewichtAktivieren Sie ihre Wadenmuskulatur und fördern Sie ihr Gleichgewicht
Aktivieren Sie ihre Wadenmuskulatur und fördern Sie ihr Gleichgewicht
Stellen Sie sich seitlich zum Handlauf
Ohne den Handlauf zu ergreifen trainieren Sie auch Ihr Gleichgewicht
Verlagern Sie ihr Körpergewicht leicht nach vorne und heben Sie ihre Fersen vom Boden, sodass Sie auf die Zehenspitzen kommen
Becken-Brustkorb-Kopf bleiben stets übereinander
Senken Sie die Fersen wieder Richtung Boden, ohne ihn zu berühren
Wiederholung individuell. Empfehlung: Wiederholen Sie das 2×20 mal, mit 5 Sek. Pause zwischen den Serien
Sicherheitskonzept
Führen Sie bei Schwindel- oder Schwächegefühl sowie Überlastungszeichen wie starkem Schnaufen, kaltem Schweiss, Blässe, bläuliche Lippen oder Hände keine Aktivierung der Wadenmuskulatur durch.
Wenn es Ihnen bei der Durchführung der Übung nicht gut gehen sollte, kontaktieren Sie bitte Ihre zuständige Gesundheitsfachperson.
Hygiene
Bitte desinfizieren Sie nach Benutzung den Stuhl oder den Wandläufer.
Wiederholung individuell. Empfehlung: 2 Serien x 20 Wiederholungen
Sicherheitskonzept
Bei Schwindel- oder Schwächegefühl sowie Überlastungszeichen wie starkem Schnaufen, kaltem Schweiss, Blässe, bläuliche Lippen oder Hände nicht den Massageball kneten.
Wenn es Ihnen bei der Durchführung der Übung nicht gut gehen sollte, kontaktieren Sie bitte Ihre zuständige Gesundheitsfachperson.
Hygiene
Reinigen Sie vor und nach Benutzung den Massageball mit Desinfektionsmittel.
Gleichgewicht
Für starke Waden und ein gutes GleichgewichtAktivieren Sie ihre Wadenmuskulatur und fördern Sie ihr Gleichgewicht
Aktivieren Sie ihre Wadenmuskulatur und fördern Sie ihr Gleichgewicht
Stellen Sie sich seitlich zum Handlauf
Ohne den Handlauf zu ergreifen trainieren Sie auch Ihr Gleichgewicht
Verlagern Sie ihr Körpergewicht leicht nach vorne und heben Sie ihre Fersen vom Boden, sodass Sie auf die Zehenspitzen kommen
Becken-Brustkorb-Kopf bleiben stets übereinander
Senken Sie die Fersen wieder Richtung Boden, ohne ihn zu berühren
Wiederholung individuell. Empfehlung: Wiederholen Sie das 2×20 mal, mit 5 Sek. Pause zwischen den Serien
Sicherheitskonzept
Führen Sie bei Schwindel- oder Schwächegefühl sowie Überlastungszeichen wie starkem Schnaufen, kaltem Schweiss, Blässe, bläuliche Lippen oder Hände keine Aktivierung der Wadenmuskulatur durch.
Wenn es Ihnen bei der Durchführung der Übung nicht gut gehen sollte, kontaktieren Sie bitte Ihre zuständige Gesundheitsfachperson.
Hygiene
Bitte desinfizieren Sie nach Benutzung den Stuhl oder den Wandläufer.
Beweglichkeit
Progressive MuskelentspannungHaben Sie Ihre Muskeln heute schon angespannt und wieder entspannt?
Haben Sie Ihre Muskeln heute schon angespannt und wieder entspannt?
Die progressive Muskelentspannung (oder progressive Muskelrelaxation, PMR) ist ein Verfahren, bei dem die wichtigsten Muskelgruppen der Skelettmuskulatur nacheinander angespannt und wieder entspannt werden. Das Verfahren zielt darauf ab, Spannungsgefühle abzubauen, den wahrgenommenen Stress zu reduzieren und ein Gefühl der Entspannung herbeizuführen. PMR soll die Erregung des autonomen und des zentralen Nervensystems verringern und die Aktivität des Parasympathikus steigern.
Sie können während der Therapie Übungen durchführen. Sprechen Sie die Gesundheitsfachpersonen auf Kopfhörer an und klicken Sie auf folgenden Link: https://www.usz.ch/mbm-wellbeing/
Über den Link erreichen Sie die Homepage des Instituts für komplementäre und integrative Medizin vom Universitätsspital Zürich. Frau Prof. Claudia M. Witt hat die Übungen zur Progressiven Muskelrelaxation entwickelt.
Sicherheitskonzept
Führen Sie bei Schwindel- oder Schwächegefühl sowie Überlastungszeichen wie starkem Schnaufen, kaltem Schweiß, Blässe, bläuliche Lippen oder Hände keine progressive Muskelentspannung durch.
Wenn es Ihnen bei der Durchführung der Übung nicht gut gehen sollte, kontaktieren Sie bitte Ihre zuständige Gesundheitsfachperson.
Hygiene
Bitte reinigen Sie nach der Handhabung die laminierten Postkarten.
Die Ohrstöpsel bringen Sie bitte beim nächsten Besuch wieder mit.
Kardiopulmonale Belastbarkeit
Pause
Pause
Atmung
LippenbremseUmgang mit der Atemnot erlernen für mehr Sicherheit
Umgang mit der Atemnot erlernen für mehr Sicherheit
Aufrecht auf einem Stuhl sitzend
Atmen Sie tief durch die Nase ein
Versuchen Sie möglichst lange auszuatmen (ca. 10s), indem Sie die ausströmende Luft mit ihren Lippen bremsen.
Dabei legen Sie die Lippen locker aufeinander und versuchen Ihre Wangen wie ein Hamster mit Luft zu füllen.
Wiederholung individuell. Empfehlung: Wiederholen Sie diesen Ablauf 2×15 mal, mit einer Pause von 5s zwischen den Serien
Varianten:
Setzen Sie sich umgekehrt auf einen Stuhl und legen Sie ihre Arme auf die Rücklehne
Sicherheitskonzept
Führen Sie bei Schwindel- oder Schwächegefühl sowie Überlastungszeichen wie kaltem Schweiß, Blässe, bläuliche Lippen oder Hände keine Lippenbremse durch.
Wenn es Ihnen bei der Durchführung der Übung nicht gut gehen sollte, kontaktieren Sie bitte Ihre zuständige Gesundheitsfachperson.
Hygiene
Bitte desinfizieren Sie nach Benutzung den Stuhl.
Entspanntes DurchatmenBewusste Atemvertiefung für Entspannung und Beruhigung bei Atemproblemen
Bewusste Atemvertiefung für Entspannung und Beruhigung bei Atemproblemen
Aufrecht sitzend auf einem Stuhl mit vorgeneigtem Oberkörper
Legen Sie eine Hand auf den Bauch
Atmen Sie tief durch die Nase ein und spüren Sie, wie sich der Bauch nach aussen wölbt
Atmen Sie durch den Mund aus und spüren Sie, wie der Bauch flach wird
Wiederholung individuell. Empfehlung: Wiederholen Sie diesen Ablauf 2×15 mal, mit einer Pause von 5s zwischen den Serien
Varianten:
Alternativ können Sie die Hände seitlich am unteren Rand der Rippen anlegen und die Bewegung des Brustkorbs spüren
Statt den Oberkörper nach vorne zu neigen, können Sie sich an der Rückenlehne des Stuhles anlehnen
Sicherheitskonzept
Führen Sie bei Schwindel- oder Schwächegefühl sowie Überlastungszeichen wie kaltem Schweiß, Blässe, bläuliche Lippen oder Hände keine bewusste Atemvertiefung durch.
Wenn es Ihnen bei der Durchführung der Übung nicht gut gehen sollte, kontaktieren Sie bitte Ihre zuständige Gesundheitsfachperson.
Hygiene
Bitte desinfizieren Sie nach Benutzung den Stuhl.
Befreiter AtemGegen Husten, Heiserkeit und Sekret, besser als Ricola 😉
Nach der systemischen Therapie
Nach der systemischen Therapie
Krafterhalt untere Extremitäten
Für starke Waden und ein gutes GleichgewichtAktivieren Sie ihre Wadenmuskulatur und fördern Sie ihr Gleichgewicht
Aktivieren Sie ihre Wadenmuskulatur und fördern Sie ihr Gleichgewicht
Stellen Sie sich seitlich zum Handlauf
Ohne den Handlauf zu ergreifen trainieren Sie auch Ihr Gleichgewicht
Verlagern Sie ihr Körpergewicht leicht nach vorne und heben Sie ihre Fersen vom Boden, sodass Sie auf die Zehenspitzen kommen
Becken-Brustkorb-Kopf bleiben stets übereinander
Senken Sie die Fersen wieder Richtung Boden, ohne ihn zu berühren
Wiederholung individuell. Empfehlung: Wiederholen Sie das 2×20 mal, mit 5 Sek. Pause zwischen den Serien
Sicherheitskonzept
Führen Sie bei Schwindel- oder Schwächegefühl sowie Überlastungszeichen wie starkem Schnaufen, kaltem Schweiss, Blässe, bläuliche Lippen oder Hände keine Aktivierung der Wadenmuskulatur durch.
Wenn es Ihnen bei der Durchführung der Übung nicht gut gehen sollte, kontaktieren Sie bitte Ihre zuständige Gesundheitsfachperson.
Hygiene
Bitte desinfizieren Sie nach Benutzung den Stuhl oder den Wandläufer.
Sidestep«Hüftadduktoren und Abduktoren Aktivierung» Für kraftvolles Gehen
Sie stehen vor einer Wand und stützen beide Hände auf Schulterhöhe an der Wand ab
Beugen Sie die Ellbogen, sodass sich Ihr Brustbein der Wand nähert
Ihr Rücken bleibt gestreckt, ihr Nacken bleibt lang
Danach drücken Sie ihre Arme wieder durch, sodass sich Ihr Brustbein von der Wand entfernt
Wiederholung individuell: Empfehlung: Führen Sie den Bewegungsablauf 2x 20 Wiederholungen durch mit 5 Sek. Pause zwischen den Serien
Varianten:
Je weiter Sie von der Wand entfernt stehen, desto anstrengender die Übung
Sicherheitskonzept
Führen Sie bei Schwindel- oder Schwächegefühl sowie Überlastungszeichen wie starkem Schnaufen, kaltem Schweiß, Blässe, bläuliche Lippen oder Hände keine Wand-Liegestützen durch.
Wenn es Ihnen bei der Durchführung der Übung nicht gut gehen sollte, kontaktieren Sie bitte Ihre zuständige Gesundheitsfachperson.
Hygiene
Bitte desinfizieren Sie nach der Übung die Fläche, auf der sie ihre Hände angelehnt haben.
Gleichgewicht
Für starke Waden und ein gutes GleichgewichtAktivieren Sie ihre Wadenmuskulatur und fördern Sie ihr Gleichgewicht
Aktivieren Sie ihre Wadenmuskulatur und fördern Sie ihr Gleichgewicht
Stellen Sie sich seitlich zum Handlauf
Ohne den Handlauf zu ergreifen trainieren Sie auch Ihr Gleichgewicht
Verlagern Sie ihr Körpergewicht leicht nach vorne und heben Sie ihre Fersen vom Boden, sodass Sie auf die Zehenspitzen kommen
Becken-Brustkorb-Kopf bleiben stets übereinander
Senken Sie die Fersen wieder Richtung Boden, ohne ihn zu berühren
Wiederholung individuell. Empfehlung: Wiederholen Sie das 2×20 mal, mit 5 Sek. Pause zwischen den Serien
Sicherheitskonzept
Führen Sie bei Schwindel- oder Schwächegefühl sowie Überlastungszeichen wie starkem Schnaufen, kaltem Schweiss, Blässe, bläuliche Lippen oder Hände keine Aktivierung der Wadenmuskulatur durch.
Wenn es Ihnen bei der Durchführung der Übung nicht gut gehen sollte, kontaktieren Sie bitte Ihre zuständige Gesundheitsfachperson.
Hygiene
Bitte desinfizieren Sie nach Benutzung den Stuhl oder den Wandläufer.
Beweglichkeit
Für Ihren HüftschwungMobilisation des Beckens für eine bewegliche Hüfte und Lendenwirbelsäule
Mobilisation des Beckens für eine bewegliche Hüfte und Lendenwirbelsäule
Auf einem Stuhl sitzend
Bewegen Sie das Brustbein in Richtung Bauchnabel, sodass auch der untere Rücken ganz rund wird.
Bewegen Sie das Brustbein in Richtung Decke, sodass sich im unteren Rücken ein Hohlkreuz bildet
Wiederholung individuell. Empfehlung: Wiederholen Sie den Bewegungsablauf während 2x60s, mit einer 5s Pause
Varianten:
Kann auch stehend an der Wand ausgeführt werden, hierbei lehnen Sie mit dem Rücken an eine Wand an, Knie leicht gebeugt und bewegen nur die untere Wirbelsäule
Statt Becken kippen, kann ein Becken kreisen durchgeführt werden.
Sicherheitskonzept
Führen Sie bei Schwindel- oder Schwächegefühl sowie Überlastungszeichen wie starkem Schnaufen, kaltem Schweiß, Blässe, bläuliche Lippen oder Hände keine Mobilisation des Beckens durch.
Wenn es Ihnen bei der Durchführung der Übung nicht gut gehen sollte, kontaktieren Sie bitte Ihre zuständige Gesundheitsfachperson.
Hygiene
Bitte desinfizieren Sie nach Benutzung den Stuhl.
HerzöffnerDen vorderen Brustkorb öffnen für ein besseres Wohlbefinden und ein unbeschwertes Durchatmen
Den vorderen Brustkorb öffnen für ein besseres Wohlbefinden und ein unbeschwertes Durchatmen
Sie sitzen in aufrechter Position auf einem Stuhl
Bewegen Sie beide Arme nach hinten, dabei drehen Sie die Handflächen nach aussen
Somit geht das Brustbein Richtung Decke und der obere Rücken streckt sich
Wiederholung individuell. Empfehlung: Position 10s halten, danach 5s entspannen Übung 1 x wiederholen
Varianten:
Sie können die Übung auch stehend durchführen
Sicherheitskonzept
Führen Sie bei Schwindel- oder Schwächegefühl sowie Überlastungszeichen wie starkem Schnaufen, kaltem Schweiss, Blässe, bläuliche Lippen oder Hände den «Herzöffner» nicht durch.
Wenn es Ihnen bei der Durchführung der Übung nicht gut gehen sollte, kontaktieren Sie bitte Ihre zuständige Gesundheitsfachperson.
Hygiene
Bitte desinfizieren Sie nach Benutzung den Stuhl.
Progressive MuskelentspannungHaben Sie Ihre Muskeln heute schon angespannt und wieder entspannt?
Haben Sie Ihre Muskeln heute schon angespannt und wieder entspannt?
Die progressive Muskelentspannung (oder progressive Muskelrelaxation, PMR) ist ein Verfahren, bei dem die wichtigsten Muskelgruppen der Skelettmuskulatur nacheinander angespannt und wieder entspannt werden. Das Verfahren zielt darauf ab, Spannungsgefühle abzubauen, den wahrgenommenen Stress zu reduzieren und ein Gefühl der Entspannung herbeizuführen. PMR soll die Erregung des autonomen und des zentralen Nervensystems verringern und die Aktivität des Parasympathikus steigern.
Sie können während der Therapie Übungen durchführen. Sprechen Sie die Gesundheitsfachpersonen auf Kopfhörer an und klicken Sie auf folgenden Link: https://www.usz.ch/mbm-wellbeing/
Über den Link erreichen Sie die Homepage des Instituts für komplementäre und integrative Medizin vom Universitätsspital Zürich. Frau Prof. Claudia M. Witt hat die Übungen zur Progressiven Muskelrelaxation entwickelt.
Sicherheitskonzept
Führen Sie bei Schwindel- oder Schwächegefühl sowie Überlastungszeichen wie starkem Schnaufen, kaltem Schweiß, Blässe, bläuliche Lippen oder Hände keine progressive Muskelentspannung durch.
Wenn es Ihnen bei der Durchführung der Übung nicht gut gehen sollte, kontaktieren Sie bitte Ihre zuständige Gesundheitsfachperson.
Hygiene
Bitte reinigen Sie nach der Handhabung die laminierten Postkarten.
Die Ohrstöpsel bringen Sie bitte beim nächsten Besuch wieder mit.
Für entspannte Nackenmuskeln und leichte SchulternDehnung der Nackenmuskulatur bei Nackenverspannungen und Kopfschmerzen
Durch Bewegung kommen wir voran. Wieviel Schritte sind Sie heute gegangen?
Sie erhalten an der Anmeldung der onkologischen Tagesklinik einen Schrittzähler an den Arm.
Versuchen Sie während Ihres Aufenthaltes in der onkologischen Tagesklinik so viele Schritte wie möglich zu gehen.
Sie können auch mit einer Gesundheitsfachperson ein individuelles Ziel setzten. Zum Beispiel: «Ich versuche heute zwischen den Therapien 200 Schritte zu gehen.»
Jede Bewegung zählt
Sicherheitskonzept
Zählen Sie bei Schwindel- oder Schwächegefühl sowie Überlastungszeichen wie starkem Schnaufen, kaltem Schweiß, Blässe, bläuliche Lippen oder Hände keine Schritte.
Wenn es Ihnen in Bewegung nicht gut gehen sollte, kontaktieren Sie bitte Ihre zuständige Gesundheitsfachperson.
Hygiene
—
Atmung
LippenbremseUmgang mit der Atemnot erlernen für mehr Sicherheit
Umgang mit der Atemnot erlernen für mehr Sicherheit
Aufrecht auf einem Stuhl sitzend
Atmen Sie tief durch die Nase ein
Versuchen Sie möglichst lange auszuatmen (ca. 10s), indem Sie die ausströmende Luft mit ihren Lippen bremsen.
Dabei legen Sie die Lippen locker aufeinander und versuchen Ihre Wangen wie ein Hamster mit Luft zu füllen.
Wiederholung individuell. Empfehlung: Wiederholen Sie diesen Ablauf 2×15 mal, mit einer Pause von 5s zwischen den Serien
Varianten:
Setzen Sie sich umgekehrt auf einen Stuhl und legen Sie ihre Arme auf die Rücklehne
Sicherheitskonzept
Führen Sie bei Schwindel- oder Schwächegefühl sowie Überlastungszeichen wie kaltem Schweiß, Blässe, bläuliche Lippen oder Hände keine Lippenbremse durch.
Wenn es Ihnen bei der Durchführung der Übung nicht gut gehen sollte, kontaktieren Sie bitte Ihre zuständige Gesundheitsfachperson.
Hygiene
Bitte desinfizieren Sie nach Benutzung den Stuhl.
Entspanntes DurchatmenBewusste Atemvertiefung für Entspannung und Beruhigung bei Atemproblemen
Bewusste Atemvertiefung für Entspannung und Beruhigung bei Atemproblemen
Aufrecht sitzend auf einem Stuhl mit vorgeneigtem Oberkörper
Legen Sie eine Hand auf den Bauch
Atmen Sie tief durch die Nase ein und spüren Sie, wie sich der Bauch nach aussen wölbt
Atmen Sie durch den Mund aus und spüren Sie, wie der Bauch flach wird
Wiederholung individuell. Empfehlung: Wiederholen Sie diesen Ablauf 2×15 mal, mit einer Pause von 5s zwischen den Serien
Varianten:
Alternativ können Sie die Hände seitlich am unteren Rand der Rippen anlegen und die Bewegung des Brustkorbs spüren
Statt den Oberkörper nach vorne zu neigen, können Sie sich an der Rückenlehne des Stuhles anlehnen
Sicherheitskonzept
Führen Sie bei Schwindel- oder Schwächegefühl sowie Überlastungszeichen wie kaltem Schweiß, Blässe, bläuliche Lippen oder Hände keine bewusste Atemvertiefung durch.
Wenn es Ihnen bei der Durchführung der Übung nicht gut gehen sollte, kontaktieren Sie bitte Ihre zuständige Gesundheitsfachperson.
Hygiene
Bitte desinfizieren Sie nach Benutzung den Stuhl.
Befreiter AtemGegen Husten, Heiserkeit und Sekret, besser als Ricola 😉
Die Borg-Skala
Die Borg-Skala (auch „Borg-RPE-Skala“ genannt; RPE = Rating of Perceived Exertion) ist ein Instrument zur subjektiven Einschätzung der körperlichen Anstrengung während einer Belastung, sowohl im Alltag als auch während des Trainings. Sie wurde vom schwedischen Psychologen Gunnar Borg entwickelt.
Die Borg-Skala basiert auf dem Prinzip, dass Menschen gut einschätzen können, wie anstrengend eine körperliche Aktivität für sie ist – also wie sehr sie sich anstrengen, wie schnell sie atmen, wie stark sie schwitzen oder wie müde ihre Muskeln sind. Statt objektiver Messungen wie Puls oder Laktatwert nutzt die Skala die wahrgenommene Anstrengung (perceived exertion), also das eigene Gefühl. Sie hilft auch dabei einzuschätzen, wann die Trainingsintensität erhöht werden kann oder wann eine Pause nötig ist. Wichtig ist, ehrlich auf das eigene Gefühl zu achten, ohne sich mit anderen zu vergleichen.
2 Arten der Borg-Skala
Die ursprüngliche Borg-Skala hat einen Wertebereich von 6 bis 20, wobei 6 keine Anstrengung bedeutete und 20 maximale Anstrengung. Diese Skala ist so gestaltet, dass der Wert etwa mit dem Herzfrequenzwert × 10 übereinstimmt: z. B. Borg 13 ≈ Puls 130 Schläge pro Minute.
Einfacher anzuwenden ist nun jedoch die modifizierte Borg-Skala. Sie hat einen Wertebereich von 0 bis 10, wobei 0 keine Anstrengung bedeutet und 10 maximale Anstrengung.
An Therapietagen darf die Anstrengung geringer sein, zwischen 1 und 3. In diesem Bereich ist die Atmung während der Belastung noch nicht oder nur wenig spürbar, man hat das Gefühl, noch lange weitermachen zu können.
Zwischen den Therapien darf es auch etwas intensiver sein – wenn nichts dagegenspricht, also zwischen 4 und 6. In diesem Bereich spürt man die Atmung, kann aber noch flüssig sprechen. Eine zunehmende Ermüdung setzt ein, man kann aber noch weitermachen. Fachliche Begleitung durch beispielsweise Physiotherapeutinnen und -therapeuten während der Belastung ist hilfreich. Bei Fragen können zuständige Gesundheitsfachpersonen weiterhelfen.
Fazit Die Borg-Skala ist also ein einfaches, aber wirksames Tool, um die Trainingsintensität sinnvoll zu steuern – ganz ohne technische Hilfsmittel oder invasive Methoden.
Quellen: • Borg, G. A. V. (1982). Psychophysical bases of perceived exertion. Medicine & Science in Sports & Exercise, 14(5), 377–381. PMID 7154893. • Borg, G. (1998). Borg’s Perceived Exertion and Pain Scales. Human Kinetics. • Büsching, et al. (2009). Assessments in der Rehabilitation, Band 3, Kardiologie und Pneumologie, Verlag Hans Huber, S. 187-193 • Herz-Kreislauf-Zentrum Gross Gerungs (2025). BORG Skala.