Bewegung tut gut

Körperliche Bewegung ist während der Behandlung einer Tumorerkrankung sehr wichtig und wirkt.

Auch am Tag der antitumoralen Therapie können Sie sich körperlich Bewegen. Hierfür sind einfache und leichte Bewegungsübungen in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt. Leichte körperliche Aktivität umfasst eine Vielzahl von Bewegungen und Aktivitäten, die den Körper in Bewegung halten, jedoch nicht zu anstrengend sind. Alle Bewegungsübungen sind einer Indikation, sowie einem Zeitpunkt (Vor-, während oder nach der Infusionstherapie) zugeordnet. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an ihre zuständigen Gesundheitsfachpersonen.

Intensität:

Achten Sie bei der Durchführung, dass Sie sich nicht überanstrengen. Bei einer Skala von 0-10 sollten Sie sich im Wohlfühlbereich von 2-3 befinden. Das heißt, es ist eine leichte Anstrengung vorhanden. Sie haben das Gefühl die Aktivität noch lange durchführen zu können. Falls die Anstrengung zunehmen sollte, machen Sie eine kurze Pause. Mehr Informationen über die Skala erhalten Sie am Ende der Seite.

Sicherheitsbedenken:

Führen Sie bei Schwindel- oder Schwächegefühl sowie Überlastungszeichen wie starkem Schnaufen, kaltem Schweiss, Blässe, bläuliche Lippen oder Hände keine Bewegungsübungen durch. Wenn es Ihnen bei der Durchführung der Übung nicht gut gehen sollte oder Sie Fragen haben, dann kontaktieren Sie bitte Ihre zuständige Gesundheitsfachperson.

der systemischen Behandlung
 
Krafterhalt untere Extremitäten
Krafterhalt obere Extremitäten
Gleichgewicht
Beweglichkeit
Kardiopulmonale Belastbarkeit
Atmung
Vor der systemischen Therapie

Vor der systemischen Therapie

Krafterhalt untere Extremitäten
Für starke Waden und ein gutes Gleichgewicht Aktivieren Sie ihre Wadenmuskulatur und fördern Sie ihr Gleichgewicht
Treppen laufen Stiege steige, Uffzug meide!
Beflügelt Dehnen der Schulterblattmuskulatur um Verspannungen zu lösen
Sidestep «Hüftadduktoren und Abduktoren Aktivierung» Für kraftvolles Gehen
In Balance bleiben Für kräftige Beine und leichtes Aufstehen
Hocharbeiten Kniebeugen – Für kräftige Beine und leichtes Aufstehen
Krafterhalt obere Extremitäten
Für eine Schulter zum Anlehnen Wand-Liegestütze für starke Schultern und Arme
Rudern Für einen kräftigen Nacken und starken Rücken
Rückenstrecker Latissimuszug mit Theraband – Kräftigung der Rückenmuskulatur für einen starken Rücken
Gleichgewicht
Für starke Waden und ein gutes Gleichgewicht Aktivieren Sie ihre Wadenmuskulatur und fördern Sie ihr Gleichgewicht
Beweglichkeit
Für Ihren Hüftschwung Mobilisation des Beckens für eine bewegliche Hüfte und Lendenwirbelsäule
Herzöffner Den vorderen Brustkorb öffnen für ein besseres Wohlbefinden und ein unbeschwertes Durchatmen
Für entspannte Nackenmuskeln und leichte Schultern Dehnung der Nackenmuskulatur bei Nackenverspannungen und Kopfschmerzen
Skispringer Dehnung der Brustmuskulatur für einen beweglichen Schultergürtel und mehr Wohlbefinden
Polizist Aktivierung der Schultergürtelmuskulatur für starke Arme
Kardiopulmonale Belastbarkeit
Schritte zählen Durch Bewegung kommen wir voran. Wieviel Schritte sind Sie heute gegangen?
Atmung
Lippenbremse Umgang mit der Atemnot erlernen für mehr Sicherheit
Entspanntes Durchatmen Bewusste Atemvertiefung für Entspannung und Beruhigung bei Atemproblemen
Befreiter Atem Gegen Husten, Heiserkeit und Sekret, besser als Ricola 😉
Während der systemischen Therapie

Während der systemischen Therapie

Krafterhalt untere Extremitäten
Für starke Waden und ein gutes Gleichgewicht Aktivieren Sie ihre Wadenmuskulatur und fördern Sie ihr Gleichgewicht
Krafterhalt obere Extremitäten
Gleichgewicht
Für starke Waden und ein gutes Gleichgewicht Aktivieren Sie ihre Wadenmuskulatur und fördern Sie ihr Gleichgewicht
Beweglichkeit
Progressive Muskelentspannung Haben Sie Ihre Muskeln heute schon angespannt und wieder entspannt?
Kardiopulmonale Belastbarkeit
Pause
Atmung
Lippenbremse Umgang mit der Atemnot erlernen für mehr Sicherheit
Entspanntes Durchatmen Bewusste Atemvertiefung für Entspannung und Beruhigung bei Atemproblemen
Befreiter Atem Gegen Husten, Heiserkeit und Sekret, besser als Ricola 😉
Nach der systemischen Therapie

Nach der systemischen Therapie

Krafterhalt untere Extremitäten
Für starke Waden und ein gutes Gleichgewicht Aktivieren Sie ihre Wadenmuskulatur und fördern Sie ihr Gleichgewicht
Sidestep «Hüftadduktoren und Abduktoren Aktivierung» Für kraftvolles Gehen
In Balance bleiben Für kräftige Beine und leichtes Aufstehen
Hocharbeiten Kniebeugen – Für kräftige Beine und leichtes Aufstehen
Krafterhalt obere Extremitäten
Für eine Schulter zum Anlehnen Wand-Liegestütze für starke Schultern und Arme
Gleichgewicht
Für starke Waden und ein gutes Gleichgewicht Aktivieren Sie ihre Wadenmuskulatur und fördern Sie ihr Gleichgewicht
Beweglichkeit
Für Ihren Hüftschwung Mobilisation des Beckens für eine bewegliche Hüfte und Lendenwirbelsäule
Herzöffner Den vorderen Brustkorb öffnen für ein besseres Wohlbefinden und ein unbeschwertes Durchatmen
Progressive Muskelentspannung Haben Sie Ihre Muskeln heute schon angespannt und wieder entspannt?
Für entspannte Nackenmuskeln und leichte Schultern Dehnung der Nackenmuskulatur bei Nackenverspannungen und Kopfschmerzen
Skispringer Dehnung der Brustmuskulatur für einen beweglichen Schultergürtel und mehr Wohlbefinden
Polizist Aktivierung der Schultergürtelmuskulatur für starke Arme
Kardiopulmonale Belastbarkeit
Schritte zählen Durch Bewegung kommen wir voran. Wieviel Schritte sind Sie heute gegangen?
Atmung
Lippenbremse Umgang mit der Atemnot erlernen für mehr Sicherheit
Entspanntes Durchatmen Bewusste Atemvertiefung für Entspannung und Beruhigung bei Atemproblemen
Befreiter Atem Gegen Husten, Heiserkeit und Sekret, besser als Ricola 😉

Die Borg-Skala

Die Borg-Skala (auch „Borg-RPE-Skala“ genannt; RPE = Rating of Perceived Exertion) ist ein Instrument zur subjektiven Einschätzung der körperlichen Anstrengung während einer Belastung, sowohl im Alltag als auch während des Trainings. Sie wurde vom schwedischen Psychologen Gunnar Borg entwickelt.

Die Borg-Skala basiert auf dem Prinzip, dass Menschen gut einschätzen können, wie anstrengend eine körperliche Aktivität für sie ist – also wie sehr sie sich anstrengen, wie schnell sie atmen, wie stark sie schwitzen oder wie müde ihre Muskeln sind. Statt objektiver Messungen wie Puls oder Laktatwert nutzt die Skala die wahrgenommene Anstrengung (perceived exertion), also das eigene Gefühl. Sie hilft auch dabei einzuschätzen, wann die Trainingsintensität erhöht werden kann oder wann eine Pause nötig ist. Wichtig ist, ehrlich auf das eigene Gefühl zu achten, ohne sich mit anderen zu vergleichen.

2 Arten der Borg-Skala

Die ursprüngliche Borg-Skala hat einen Wertebereich von 6 bis 20, wobei 6 keine Anstrengung bedeutete und 20 maximale Anstrengung. Diese Skala ist so gestaltet, dass der Wert etwa mit dem Herzfrequenzwert × 10 übereinstimmt: z. B. Borg 13 ≈ Puls 130 Schläge pro Minute.

Einfacher anzuwenden ist nun jedoch die modifizierte Borg-Skala. Sie hat einen Wertebereich von 0 bis 10, wobei 0 keine Anstrengung bedeutet und 10 maximale Anstrengung.

An Therapietagen darf die Anstrengung geringer sein, zwischen 1 und 3. In diesem Bereich ist die Atmung während der Belastung noch nicht oder nur wenig spürbar, man hat das Gefühl, noch lange weitermachen zu können.

Zwischen den Therapien darf es auch etwas intensiver sein – wenn nichts dagegenspricht, also zwischen 4 und 6. In diesem Bereich spürt man die Atmung, kann aber noch flüssig sprechen. Eine zunehmende Ermüdung setzt ein, man kann aber noch weitermachen.
Fachliche Begleitung durch beispielsweise Physiotherapeutinnen und -therapeuten während der Belastung ist hilfreich. Bei Fragen können zuständige Gesundheitsfachpersonen weiterhelfen.

Fazit
Die Borg-Skala ist also ein einfaches, aber wirksames Tool, um die Trainingsintensität sinnvoll zu steuern – ganz ohne technische Hilfsmittel oder invasive Methoden.

Quellen:
• Borg, G. A. V. (1982). Psychophysical bases of perceived exertion. Medicine & Science in Sports & Exercise, 14(5), 377–381. PMID 7154893.
• Borg, G. (1998). Borg’s Perceived Exertion and Pain Scales. Human Kinetics.
• Büsching, et al. (2009). Assessments in der Rehabilitation, Band 3, Kardiologie und Pneumologie, Verlag Hans Huber, S. 187-193
• Herz-Kreislauf-Zentrum Gross Gerungs (2025). BORG Skala.